Sonntag, 27. Juni 2010

Messerwetzen jenseits von gut und böse

Ich schwärme für den Englischen Fussball. Ich mag die Einstellung, die gesunde aber nicht unfaire Härte, ich schätze die Jungs, weil sie nicht zum Simulieren und Liegenbleiben tendieren (freilich gibt es wie überall Ausnahmen).

Was aber immer grässlich ist, ist der Britische Boulevardjournalismus. Insbesondere wenn es gegen Deutschland geht, dann werden die Messer gewetzt, ist von Krieg und Kampf bis aufs Blut die Rede. Freilich, auch die Deutschen haben so einige boulevardeske Schreiberlinge, die Zeitung mit dem grossen B ist da durchaus federführend, auch die TV-Sender, selbst die öffentlich-rechtlichen, sind längst in diese Falle getappt.


Dennoch, was The Sun & Co. vor solchen Partien bieten, ist schon abseits von jeglich gutem Geschmack und hat auch mit dem geschätzten Britischen Humor nichts mehr zu tun. Selbst Zeitungen wie die Französische L’Equipe wirken dagegen fast brav.


Genau so öde sind aber die Antifussball-Kolumnen diverser Blätter, die zum Besten geben, wie doof Fussball, wie dumm das verwendete Vokabular ist und wie froh man sei, wenn dieses Fussballwochen endlich vorüber sind, um sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen oder wenn sie auflisten, wie man der WM am besten aus dem Weg gehen kann. Wenn jemand nicht von sich aus weiss, was er ausser Fussball schauen, lesen, tun könnte, dann ist dieser jemand in der Tat armselig dran.


Da bleibt nur noch eins: Auf ein gutes Spiel!

2 Kommentare:

  1. Das war dann nichts für England. Schnelle und eiskalte Deutsche und zwei krassen Fehlentscheidungen gegen England. Wahnsinn, das sowas nach wie vor passiert.

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  2. genau so ist es. und jetzt schon wieder eine fehlentscheidung im spiel arg - mex, unglaublich. wie kann man so ein glasklares offside nur übersehen, da fehlen mir fast die worte. also jetzt muss einfach eine überwachung via kameras her, sowas verfälscht die spiele ja total.

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